Systemische Beratung

in Münster und Umgebung

Systemische Beratung ist ein professioneller Beratungs­ansatz, der Menschen in ihren sozialen Zusammen­hängen betrachtet und durch gezielte Fragen und Inter­ventionen die Ent­wicklung individueller (und gemein­samer) Lösungen unterstützt.
Kontakt

Häufig gestellte Fragen zu systemischer Beratung

Systemische Beratung ist ein professio­nelles Beratungs­­angebot für Menschen, Teams und Organisationen, die sich mit komplexen Frage­­stellungen, Veränderungs­­prozessen oder heraus­fordernden Situationen auseinander­setzen. Sie basiert auf der Annahme, dass individuelle Anliegen, berufliche Heraus­forderungen oder organisationale Themen nicht isoliert entstehen, sondern in Zusammen­hang mit Beziehungen, Rollen, Strukturen und Kommunikations­mustern stehen.

Sie stehen vor einer Heraus­forderung, einer Entscheidung oder einem inneren Konflikt? In meiner systemischen Einzel­beratung nehmen wir uns zunächst bewusst Zeit für Ihr persönliches Anliegen. Denn eine klare und stimmige Frage­stellung ist die Grundlage für nach­haltige Veränderung.

Oft zeigt sich im Laufe des Beratungs­prozesses, dass sich Ihr Anliegen weiter­entwickelt oder präziser formuliert werden möchte. Gemeinsam schärfen wir dann Ihren Fokus und definieren ein Ziel, das sich für Sie richtig anfühlt.

Im weiteren Verlauf arbeiten wir methodisch und strukturiert: Ich gestalte den Prozess und bringe passende Methoden ein, die Lösungen entstehen aus Ihnen selbst heraus. Sie sind Expert*in für Ihr Leben. Ich begleite Sie dabei, Ihre eigenen Antworten sichtbar zu machen.

Meine Arbeit ist stark visuell geprägt. Mit Farben, Aufstellungen, Flipcharts, Karten und weiteren Materialien machen wir Gedanken, Beziehungen und Dynamiken sichtbar. Unterschied­liche Frage­techniken eröffnen Ihnen neue Perspektiven und Handlungs­möglichkeiten.

Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen und das ist völlig in Ordnung. Wir finden gemeinsam den Ansatz, der für Sie stimmig ist.

Systemische Beratung ist lösungs- und ressourcen­orientiert. Statt nach Ursachen in der Vergangen­heit zu suchen, richtet sie den Blick auf gegenwärtige Muster und zukünftige Möglich­keiten. Zentrale Fragen sind etwa: Was funktioniert bereits?, Was soll sich verändern?, Woran wäre eine hilfreiche Entwicklung erkennbar?

Dabei wird anerkannt, dass psychische Systeme (individuelles Erleben) und soziale Systeme (Kommunikation) eigenständig operieren. Veränderung lässt sich nicht anordnen oder steuern, sondern entsteht zum Beispiel durch neue Beobachtungen, andere Beschreibungen und veränderte Kommunikations­angebote. Systemische Beratung arbeitet daher mit Impulsen, Perspektiv­wechseln und Reflexions­räumen, die Entwicklung ermöglichen, ohne sie zu erzwingen.

Systemische Beratung ist ein über­geordneter Ansatz, der je nach Anliegen in unter­schiedlichen Formaten umgesetzt werden kann. Dazu gehören unter anderem:

  • Systemische Beratung von Einzelpersonen
  • Systemische Paarberatung
  • Systemische Familienberatung
  • Systemische Supervision
  • Systemische Teamentwicklung
  • Systemische Organisationsberatung
  • Systemische Organisationsentwicklung

Allen Formaten gemeinsam ist der respektvolle Umgang mit bestehenden Strukturen und organisationalen Rahmen­bedingungen. Systemische Beratung setzt nicht auf schnelle, sondern auf nachhaltige Lösungen.

Ziel systemischer Beratung ist es, Handlungs­fähigkeit zu stärken, sowohl für Einzel­personen als auch für Teams und Organisationen. Durch eine Vielzahl möglicher systemischer Interventionen können neue Perspektiven und Wahl­möglichkeiten entstehen. Entwicklung wird als gemeinsamer Lern­prozess verstanden, der an den realen Bedingungen des jeweiligen Systems anknüpft und tragfähige Veränderungen ermöglicht.

Zentrale Merkmale der systemischen Beratung

Der systemische Blick legt den Fokus auf Beziehungen, Kommunikations­muster und Rollen
Ressourcenorientierung: Stärken und vorhandene Fähigkeiten der Klient*innen stehen im Vordergrund
Lösungsorientierung: Es wird weniger der Blick auf die Frage gelenkt „Warum ist das Problem da?“, sondern mehr auf die Fragen „Was funktioniert und wie kann davon mehr getan werden?“
Konstruktivistisches Denken: Wirklichkeit wird als subjektiv und veränderbar verstanden
Klient*innen entwickeln eigene Lösungen, denn nur so können langfristig Unter­schiede gemacht werden, die einen Unterschied machen

Systemtheoretische Grundlagen

Die System­typen:

Systemische Beratung stützt sich auf Erkennt­nisse der System­theorie. Diese unterscheidet (nach Luhmann) verschiedene Systemtypen, die jeweils nach eigenen Regeln funktionieren und nicht direkt steuerbar (also von außen beeinflussbar) sind:

  • Biologische Systeme (Organismen), etwa der menschliche Körper
  • Psychische Systeme, also individuelles Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Erleben
  • Soziale Systeme, die nicht aus Menschen bestehen, sondern aus Kommunikation

Soziale Systeme als Kommunikation:

Für die systemische Beratung sind die sozialen Systeme von Bedeutung. Wenn in der systemischen Beratung von „sozialen Systemen“ gesprochen wird, ist damit Kommunikation gemeint. Also etwa wieder­kehrende Muster des Sprechens, Entscheidens, Erwartens und Deutens. Heraus­forderungen werden nicht als Eigen­schaften einzelner Personen verstanden, sondern als Aus­druck von Kommunikations- und Beziehungs­mustern innerhalb dieser Systeme, welche wiederum „konstruiert“ werden.

Humanis­tisches Menschen­bild:

Systemische Beratung wird durch ein humanis­tisches Menschen­bild geprägt. Dieses geht davon aus, dass Menschen über Ressourcen, Fähig­keiten und Entwicklungs­potenziale verfügen und grund­sätzlich bestrebt sind, sinn­volle Lösungen für ihre Anliegen zu finden. Klientinnen und Klienten werden als kompetente Akteur:innen ihres eigenen Lebens und Handelns verstanden. Beratung bedeutet daher nicht, Probleme zu diagnosti­zieren und Lösungen vorzu­geben, sondern einen Rahmen zu schaffen, in dem eigene Perspektiven erweitert, Handlungs­möglichkeiten sichtbar und tragfähige Entscheidungen entwickelt werden können. Wert­schätzung, Respekt, Transparenz und Arbeit auf Augen­höhe bilden daher die Grund­lage der Zusammen­arbeit.

Der erkenntnis­theoretische Konstruktivis­mus:

Basierend auf Forschungen von Maturana und Varela stützt sich der systemische Ansatz auf den erkenntnis­­theoretischen Konstrukti­vismus. Es wird hierbei davon ausge­gangen, dass das (psychische) System seine Umwelt konstruiert. Dabei bezieht es sich ausschließ­lich auf seine eigenen inneren Strukturen. Diese Strukturen werden durch innere Mechanis­men immer und immer wieder bestätigt („Autopoiesis“). Kommt es zu einer Irritation von außen, kann dies eventuell zu einer Änderung der Wahr­­nehmung beziehungs­­weise des Konstrukts führen. Diese Irritation kann jedoch auch abge­wehrt werden und im Zuge dessen zu keinerlei Ver­änderungen führen. Eine solche Abwehr­­haltung gilt als Überlebens­­strategie des Systems. Letztlich sind die Beob­achtungen, die wir machen, beziehungs­­weise die Unter­­scheidungen, die wir treffen, immer subjektiv; wir können nicht objektiv beobachten, sondern konstruieren unsere Welt.

Beobachtungen und Unter­scheidungen:

Ein zentrales Arbeits­prinzip systemischer Beratung ist die Beob­achtung von Beob­achtungen. Dabei geht es nicht um objektive Wahr­­heiten, sondern um die bewusste Wahr­nehmung der eigenen Konstruktionen. Durch Beob­achtungen/­­Unter­­scheidungen werden Wirklich­­keiten konstruiert, also immer aus der Perspektive des Beobachters/­­der Beob­achterin. So können verschiedene Beob­achter/innen unter­schiedliche Wirklich­­keiten konstruieren, obwohl sie vermeintlich dieselbe Situation beobachten.

Lisa Mühlenbrock, Systemische Beratung, Systemische Supervision und Organisationsberatung, Systemische Team- und Organisations­entwicklung, Fortbildungen, Münster – Portrait Quadrat

Supervision und Coaching in Münster und Umgebung

Lisa Mühlenbrock – Systemische Beraterin, Systemische Supervisorin, Mediatorin  

Ich begleite Organisationen, Führungskräfte und Teams in Wachstums- und Entwicklungsprozessen, strukturell und kulturell. Mein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Zusammenarbeit, der Klärung komplexer Fragestellungen und der Stärkung von Handlungsfähigkeit in dynamischen Kontexten.